Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

May 09 2011

16:40

Buchempfehlung: Schöne neue Arbeitswelt?

Gabi Stockmann Schöne neue Arbeitswelt Prekariat20 Menschen, die um wenig Geld, zeitlich befristet oder (schein)selbständig arbeiten müssen, erzählen in längeren biografischen Interviews vom Leben am Rand der Armut – denn das haben sie alle gemeinsam – und von ihren Hoffnungen und ihrer Realität, von ihren Kämpfen, Ängsten und Enttäuschungen.

Die Journalistin Gabi Stockmann hat die Interviews geführt und die Geschichten und Interviews in ein Buch zusammengefasst:

Schöne neue Arbeitswelt?
20 Interviews aus dem Prekariat

Zur Buchpräsentation lud die Arbeiterkammer Niederösterreich am 3. Mai in die Vöslauer Startbahn südlich von Wien. Publikum kam in Scharen, das Thema brennt immer mehr Menschen unter den Nägeln. Gabi Stockmann erszählte im Interview mit ihrem Verleger Hans Michael Salvesberger vom Werdegang des Buches. Als Journalistin hat sie der Blick hinter die Fassaden und auf die tatsächlichen Biografien, Leben und Interpretationen der in prekären Verhältnissen arbeitenden Betroffenen interessiert.

So entstanden 20 sehr persönliche Interviews, denn „Fragen der Arbeitswelt haben mich immer schon interessiert, vor allem auch die psychologischen Aspekte“, erklärt die Autorin ihre Herangehensweise an das Phänomen „Prekarität„. Ausführlich zu Wort kommen in dem Buch etwa die neuen BildungsarbeiterInnen – top ausgebildete Menschen, die in Erwachsenenbildung oder Sozialarbeit zu Niedriglöhnen arbeiten. Ergänzt hat Gabi Stockmann die aus Interviews gewonnenen persönlichen Fallbeispiele durch Zahlenmaterial aus der Arbeitswelt der letzten Jahrzehnte.

Das Buch ist in der Edition Neue Wege erschienen, umfasst 201 Seiten und kostet 12 Euro. Erhältlich in allen Buchhandlungen, auf Amazon und direkt beim Verlag Edition Weinviertel.

Zum Abschluss der Buch-Präsentation wurde eines der 20 Interviews „live aufgeführt“:

Gabi Stockmann signiert das Buch Schöne neue Arbeitswelt

Die Autorin und Journalistin las gemeinsam mit dem Badener Schauspieler und Multi-Talent Karl Maria Kinsky einen Teil aus jenem Interview, das sie mit ihm vor etwa einem Jahr führte und in dem der Schauspieler auf die prekäre Lage des Künstler-Daseins hinweist.

Gabi Stockmann mit Karl Maria Kinsky

Buchpräsentation und Lesung Schöne neue Arbeitswelt Prekarität


Filed under: Dokumentation, Flexibilität, Prekarisierung, Schutzbefohlene, Studie, Texte, working poor Tagged: 20 Interviews aus dem Prekariat, Arbeiterkammer, Bildungsarbeit, Bildungsarbeiterinnen, Buchpräsentation, Edition Weinviertel, Fallbeispiele, Gabi Stockmann, Interviews, Karl Maria Kinsky, Prekariat, prekär, Schöne neue Arbeitswelt?

April 14 2011

22:52

feines Mobilisierungsplakat für den MAYDAY

In paar Wochen ist es wieder so weit: Mit der fünften MayDay-Parade in Wien sagen wir dem Prozess der Prekarisierung spielerisch den Kampf an!

Matt setzen lässt sich die Prekarität allerdings schon jetzt mit dem soeben erschienen Mobilisierungsplakat zur Parade: Über 40 Felder hinweg können berühmt-berüchtigte Magistratsabteilungen aus-, das AMS an die Wand und auch sonst so manch riskante Situation durchgespielt werden.

Deshalb: Go for it! Noch zu warten ist Wahnsinn!


Filed under: Aktionstag, fair statt prekär, Prekarisierung, Texte, Veranstaltung, Wien, working poor Tagged: Ausschluss Basta, Bettellobby, KiGa-Aufstand, KostNix Läden, mayday, No Borders, PrekärCafe, Wagenplatz
Reposted bykellerabteiljawe
Sponsored post
Reposted bySchrammelhammelMrCoffeinmybetterworldkonikonikonikonikoniambassadorofdumbgroeschtlNaitliszpikkumyygittimmoejeschge

April 07 2011

12:27

February 21 2011

19:40

February 17 2011

15:45

Prekäre Tokyo Freeters

Die einen erwartet “Karoshi” – Tod durch Überarbeiten, die anderen können sich als “Freeters” im Internet-Café gerade noch eine Schlafbox leisten – das ganz normale Arbeitsleben in Japan …

“Freeter”, eine Wortschöpfung aus dem englischen “freetime” und der Endung des deutschen Wortes “Arbeiter”, bezeichnete laut ARTE in den 90er Jahren Aussteiger, die nicht – wie in Japan üblich – ihr ganzes Leben einer Firma widmen wollten, sondern sich lieber mit Minijobs durchschlugen, um mehr Zeit zur freien Verfügung zu haben. Heute benennt es (hauptsächlich) junges Jobpräkariat, das in der japanischen Leistungsgesellschaft auch zu extrem hohen Selbstmordraten unter jungen Leuten führt. Einfach “zu verweichlichte Jugend”, wie es ein Japaner in der Dokumentation “Tokyo Freeters” meint?

Via ArbeitsKlimaWandel. Weitere Videos.


Filed under: Dokumentation, Prekarisierung Tagged: Freeters, Japan, Tokyo
Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

February 03 2011

15:59

Land Steiermark streicht Reisekostenzuschüsse für prekarisierte Wissenschaftler_innen

Sachen gibts, die gibt eigentlich nicht. Leider doch. Das Land Steiermark vergibt Reisekostenzuschüsse für Wissenschaftler_innen und hat nun beschlossen, dass ausgerechnet Wissenschaftler_innen, die in prekären Verhältnissen (Werkverträge, externe Lektor_innen, ….) arbeiten, diese nicht mehr bekommen sollen. Wer das auch mehr als absurd findet, kann hier dagegen unterschreiben.

Unterschreiben


Filed under: Prekarisierung Tagged: Petition, Steiermark, Wissenschaft

November 29 2010

10:07

Vortrag/Diskussion „PREKÄR LEBEN“

am Donnerstag, 2. Dezember 2010, 19:00 im Depot in Wien, eine Veranstaltung des Gender Initiativ Kollegs mit einem Vortrag von Isabell Lorey, Gastprofessorin am Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien:

Gouvernementale Prekarisierung und existentielle Verletzbarkeit

In welchem Verhältnis steht soziale, ökonomische und politische Prekarisierung zur existenziellen Verletzbarkeit eines jeden Lebens? Was kann Judith Butler mit ihren Ausführungen über grundlegende Gefährdetheit zur aktuellen Problematisierung von Prekarisierung beitragen? In wiefern ist diese Prekarisierung als ein neoliberales Regierungsinstrument zwischen Gehorsam und politischer Handlungsfähigkeit zu verstehen? Wie kann Selbstregierung zu einer widerständigen Praxis werden?


Filed under: Prekarisierung, Studie, VeranstaltungsHinweis, Wien Tagged: Gouvernementalität, Isabell Lorey, Judith Butler, Neoliberalismus

September 27 2010

20:23

Arbeitsloseninitiative reicht Strafanzeige gegen die Bundesregierung ein

gute Aktion, schönes Video:

Auszug:

Hiermit erstatten wir, die Unterzeichner, Strafanzeige gegen alle
Mitglieder der amtierenden Bundesregierung und gegen Unbekannt, da auch
andere Außenstehende an den aktuellen Vorgängen beteiligt sind.

1.) Bruch des Amtseides
2.) Missachtung eines Verfassungsorgans (hier das Bundesverfassungsgericht)
3.) Willkürlichkeit im Amt
4.) Missachtung des Grundgesetzes
5.) Nötigung mit besonderer Schwere
6.) schwere Körperverletzung

Diese Strafanzeige bezieht sich auf die aktuelle Bekanntgabe der neuen
Hartz4 Regelungen, die verfassungswidrig sind, wie ja in den Urteil vom
Februar des BVerfG, diesen Jahres, nachzulesen ist.

Die “Aktion”, soll heißen das Einreichen einer Strafanzeige, ist ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen. ;-)

Sprachenen>de GoogleDicKE a, an, one, on, one, any
Filed under: Arbeitslosigkeit, Deutschland, Dokumentation, Prekarisierung, Rechtliches, Schutzbefohlene, video Tagged: Arbeitslose Initiative, HartzIV, Kommunikationsguerilla, Merkel, Mindestsicherung, Regelsatz, Von der Leyen, widerstand
20:23

Arbeitsloseninitiative reicht Strafanzeige gegen die Bundesregierung ein

ein schönes Video:

Auszug:

Hiermit erstatten wir, die Unterzeichner, Strafanzeige gegen alle
Mitglieder der amtierenden Bundesregierung und gegen Unbekannt, da auch
andere Außenstehende an den aktuellen Vorgängen beteiligt sind.

1.) Bruch des Amtseides
2.) Missachtung eines Verfassungsorgans (hier das Bundesverfassungsgericht)
3.) Willkürlichkeit im Amt
4.) Missachtung des Grundgesetzes
5.) Nötigung mit besonderer Schwere
6.) schwere Körperverletzung

Diese Strafanzeige bezieht sich auf die aktuelle Bekanntgabe der neuen
Hartz4 Regelungen, die verfassungswidrig sind, wie ja in den Urteil vom
Februar des BVerfG, diesen Jahres, nachzulesen ist.

Die „Aktion“, soll heißen das Einreichen einer Strafanzeige, ist ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen. ;-)


Filed under: Arbeitslosigkeit, Deutschland, Dokumentation, Prekarisierung, Rechtliches, Schutzbefohlene, video Tagged: Arbeitslose Initiative, HartzIV, Kommunikationsguerilla, Merkel, Mindestsicherung, Regelsatz, Von der Leyen, widerstand
Reposted bykellerabteilkrekkIrrbertacidfinkreghMadMaidreturn13jmtosses

September 23 2010

13:49

Eine Krötenwanderung ist angesagt, eine Kröt€nwanderung!

und wenn hier von Kröt€n geschrieben und gesprochen wird, so sind nicht etwa Almosen, milde Gaben und Gnadenakte an die Prekarisierten gemeint. Nein, wir reden ernsthaft von Kröt€n, die da jetzt endlich wandern sollen. Unseren Kröt€n, damit das klar ist, die schon lang und längst wandern müssten und hätten sollen und zu wandern haben.

Wir reden zehnstellig, klar?

Kröt€n her

Kröt€n her

Wir reden von zehnstelligen Kröt€nbeträgen, von Beträgen, Plural, verstanden?

Her mit der Sozialmilliarde!

Her mit der Bildungsmilliarde!

Niemand erwartet von Finanzministern heutzutage noch volkswirtschaftlichen Verstand, sozialen Gerechtigkeitssinn oder Bildung. Kein Thema.

Reden wir über Bildung. Aber nicht mit dieser ÖVP. Reden wir über Leistung. Aber nicht mit selbsternannten Leistenträgern in der Hängematte der Apparate. Was soll das bringen? Das wäre Eulen nach Athen tragen, oder wie mensch heute sagt, Lobbyisten nach Brüssel. Nein, abgesehen (1)  vom volkswirtschaftlichen Verstand, (2) von der gesellschaftlichen Notwendigkeit, – aber hey! darum geht es unseren Regierenden schließlich nicht! und somit ist das daran gemahnen reichlich verfehlt und sinnlos -, also abgesehen vom Gebot der Rationalität wird jetzt einfach mobilisiert und gesellschaftlicher Druck aufgebaut. Jaja, ganz böse: der Druck der Straße. Und der der Hörsäale und der Betriebe usw.

Es kommt Bewegung ins Spiel. Immer mehr fangen an, gemeinam und nicht einsam zu wandern. Die urbanen Landschaften zeigen sich dazu ganz gut geeignet.

Am 1. Oktober gibt es eine erste Wanderung für die Kröt€enwanderungen. Und viele kommen mit, die Liste der unterstützenden Personen und Organisationen, der solidarischen Netzwerke und unternehmungslustigen Schutzbefohlenen wird immer länger (Updates hier).

Also Ranzen schnüren, Stimme ölen, Transpis malen, Demopuppen basteln, Buttons pressen, Flugis drucken, Kameras einpacken, Freunde mitnehmen, Aktionen planen, wandern gehen, Leute treffen

Lasst rüberwachsen!

:twisted:


Filed under: Aktionstag, arbeitszeiten, fair statt prekär, Kulturrat Österreich, Prekarisierung, Schutzbefohlene, Veranstaltung, Wien, working poor Tagged: AMSEL, ÖVP, BAGS, Bildung, Bildungsbereich, Bildungsmilliarde, Demo, Demonstration, Hängematte, Kindergartenaufstand, Konjunktur, Konjunkturprogramm, Kundgebung, Schule, Sozialbereich, Soziale Arbeit ist mehr wert, Sozialmilliarde, unibrennt, Volkswirtschaft
13:49

Eine Krötenwanderung ist angesagt, eine Kröt€nwanderung!

und wenn hier von Kröt€n geschrieben und gesprochen wird, so sind nicht etwa Almosen, milde Gaben und Gnadenakte an die Prekarisierten gemeint. Nein, wir reden ernsthaft von Kröt€n, die da jetzt endlich wandern sollen. Unseren Kröt€n, damit das klar ist, die schon lang und längst wandern müssten und hätten sollen und zu wandern haben.

Wir reden zehnstellig, klar?

Kröt€n her

Kröt€n her

Wir reden von zehnstelligen Kröt€nbeträgen, von Beträgen, Plural, verstanden?

Her mit der Sozialmilliarde!

Her mit der Bildungsmilliarde!

Niemand erwartet von Finanzministern heutzutage volkswirtschaftlichen Verstand, sozialen Gerechtigkeitssinn oder Bildung. Kein Thema. Reden wir über Bildung. Aber nicht mit dieser ÖVP. Reden wir über Leistung. Aber nicht mit selbsternannten Leistenträgern in der Hängematte der Apparate. Das wäre Eulen nach Athen tragen, oder wie mensch heute sagt, Lobbyisten nach Brüssel.

Nein, abgesehen vom volkswirtschaftlichen Verstand, von der gesellschaftlichen Notwendigkeit, darum geht es unseren Regierenden schließlich nicht und somit ist das daran gemahnen reichlich verfehlt und sinnlos, also abgesehen vom Gebot der Rationalität wird jetzt einfach mobilisiert und gesellschaftlicher Druck aufgebaut. Jaja, der Druck der Straße. Und der der Hörsäale und der Betriebe usw.
Es kommt Bewegung ins Spiel. Immer mehr fangen an, gemeinam und nicht einsam zu wandern. Die urbanen Landschaften zeigen sich dazu ganz gut geeignet.

Am 1. Oktober gibt es eine erste Wanderung für die Kröt€enwanderungen. Und viele kommen mit, die Liste der unterstützenden Personen und Organisationen, der solidarischen Netzwerke und unternehmungslustigen Schutzbefohlenen wird immer länger (Updates hier).

Also Ranzen schnüren, Stimme ölen, Transpis malen, Demopuppen basteln, Buttons pressen, Flugis drucken, Kameras einpacken, Freunde mitnehmen, Aktionen planen, wandern gehen, Leute treffen

Lasst rüberwachsen!

:twisted:


Filed under: Aktionstag, arbeitszeiten, fair statt prekär, Kulturrat Österreich, Prekarisierung, Schutzbefohlene, Veranstaltung, Wien, working poor Tagged: AMSEL, Bildungsbereich, Bildungsmilliarde, Sozialbereich, Sozialmilliarde
Reposted bykellerabteil kellerabteil

August 26 2010

12:41

Leiharbeit keine “normale” Arbeit

Eine ISW-Studie im Auftrag der AK-Oberösterreich bestätigt, was Santa PrecaristInnen wissen: Leiharbeit ist bei weitem keine “normale” Arbeit, wie “jede(?) andere”:

Zeitarbeit ist insbesondere für  un-/ und angelernte Arbeiter/-innen, eine Beschäftigungsform mit einem beträchtlichem Prekaritätspotential. Annähernd die Hälfte aus dieser Gruppe gibt an, innerhalb der letzten zwölf Monate zumindest einmal arbeitslos gewesen zu sein. Insgesamt gibt die Hälfte aller Zeitarbeiter/-innen an, weniger als Stammbeschäftigte des gleichen Tätigkeitsbereichs zu verdienen.

54 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Einkommen nur „gerade ausreicht“ und 15 Prozent sagen sogar, dass sie mit dem erzielten Einkommen aus Leiharbeit nicht auskommen.

Am häufigsten arbeiten Menschen aus Alternativenlosigkeit in Leiharbeit (44% der Befragten), bereits 10% wurden aus der Stammbelegschaft in eine Leiharbeitsfirma ausgelagert.

Quelle: AK-Oberösterreich

Für einen Teil der Befragten scheint Leiharbeit eine Möglichkeit darzustellen, aus niedrig entlohnten (Einzelhandel, Gastronomie usw.) in Branchen mit vergleichsweise hohem Lohnniveau (Metall- und Fahrzeugindustrie usw.) zu wechseln – auf Kosten der Qualifikation, denn sie werden überwiegend als Anlernkräfte beschäftigt.

Auch scheint sich Leiharbeit zu einer Dauereinrichtung zu entwickeln: Etwa die Hälfte der Befragten arbeitet bereits mindestens vier Jahre, 17 Prozent sogar seit mehr als 10 Jahren als LeiharbeitnehmerIn.

ArbeitnehmerInnenrechte und Schutzbestimmungen werden regelmässig umgangen: 40% gaben an, zumindest ein mal eine falsche Lohnabrechnung bekommen zu haben, 37%, dass Krankenstand zur Kündigung führt, ein Fünftel, dass sie zu niedrig eingestuft seien.

Eine umfangreichere Zusammenfassung der Studie ist in den Pressekonferenzunterlagen der AK-Oberösterreich zu finden, im Detail werden die Studienergebnisse in der WISO-Ausgabe 04/2010 publiziert.


Filed under: leiharbeit, Prekarisierung, Studie Tagged: AK, ISW, leiharbeit, Studie
12:41

Leiharbeit keine „normale“ Arbeit

Eine ISW-Studie im Auftrag der AK-Oberösterreich bestätigt, was Santa PrecaristInnen wissen: Leiharbeit ist bei weitem keine „normale“ Arbeit, wie „jede(?) andere“:

Zeitarbeit ist insbesondere für  un-/ und angelernte Arbeiter/-innen, eine Beschäftigungsform mit einem beträchtlichem Prekaritätspotential. Annähernd die Hälfte aus dieser Gruppe gibt an, innerhalb der letzten zwölf Monate zumindest einmal arbeitslos gewesen zu sein. Insgesamt gibt die Hälfte aller Zeitarbeiter/-innen an, weniger als Stammbeschäftigte des gleichen Tätigkeitsbereichs zu verdienen.

54 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Einkommen nur „gerade ausreicht“ und 15 Prozent sagen sogar, dass sie mit dem erzielten Einkommen aus Leiharbeit nicht auskommen.

Am häufigsten arbeiten Menschen aus Alternativenlosigkeit in Leiharbeit (44% der Befragten), bereits 10% wurden aus der Stammbelegschaft in eine Leiharbeitsfirma ausgelagert.

Quelle: AK-Oberösterreich

Für einen Teil der Befragten scheint Leiharbeit eine Möglichkeit darzustellen, aus niedrig entlohnten (Einzelhandel, Gastronomie usw.) in Branchen mit vergleichsweise hohem Lohnniveau (Metall- und Fahrzeugindustrie usw.) zu wechseln – auf Kosten der Qualifikation, denn sie werden überwiegend als Anlernkräfte beschäftigt.

Auch scheint sich Leiharbeit zu einer Dauereinrichtung zu entwickeln: Etwa die Hälfte der Befragten arbeitet bereits mindestens vier Jahre, 17 Prozent sogar seit mehr als 10 Jahren als LeiharbeitnehmerIn.

ArbeitnehmerInnenrechte und Schutzbestimmungen werden regelmässig umgangen: 40% gaben an, zumindest ein mal eine falsche Lohnabrechnung bekommen zu haben, 37%, dass Krankenstand zur Kündigung führt, ein Fünftel, dass sie zu niedrig eingestuft seien.

Eine umfangreichere Zusammenfassung der Studie ist in den Pressekonferenzunterlagen der AK-Oberösterreich zu finden, im Detail werden die Studienergebnisse in der WISO-Ausgabe 04/2010 publiziert.


Filed under: leiharbeit, Prekarisierung, Studie Tagged: AK, ISW, leiharbeit, Studie

August 06 2010

14:04

Die KiK-Story: Die miesen Methoden des Textildiscounter (Video)

Die ARD-Doku “Die KiK-Story: Die miesen Methoden des Textildiscounters” gibts nun auch auf YouTube:

Das Versprechen des Textildiscounters KiK klingt verlockend: Komplett Einkleiden für unter 30 Euro, von der Socke bis zur Mütze. Mit dieser aggressiven Preispolitik hat es KiK im Einzelhandel ganz nach oben geschafft. Beinahe täglich eröffnen neue Filialen.

Das Unternehmen ködert die Kunden mit fast unglaublichen Angeboten: Jeans für 9,99 Euro, Bermudas für 3,99 Euro, T-Shirts für 1,99 Euro.

Doch wie kommen diese Schleuderpreise zustande — und wer muss dafür bezahlen? Eine Reportage aus der Welt von Dumpinglöhnen, Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden.

Film von Christoph Lütgert


Filed under: Prekarisierung, video Tagged: Handel, kik
14:04

Die KiK-Story: Die miesen Methoden des Textildiscounter (Video)

Die ARD-Doku „Die KiK-Story: Die miesen Methoden des Textildiscounters“ gibts nun auch auf YouTube:

Das Versprechen des Textildiscounters KiK klingt verlockend: Komplett Einkleiden für unter 30 Euro, von der Socke bis zur Mütze. Mit dieser aggressiven Preispolitik hat es KiK im Einzelhandel ganz nach oben geschafft. Beinahe täglich eröffnen neue Filialen.

Das Unternehmen ködert die Kunden mit fast unglaublichen Angeboten: Jeans für 9,99 Euro, Bermudas für 3,99 Euro, T-Shirts für 1,99 Euro.

Doch wie kommen diese Schleuderpreise zustande — und wer muss dafür bezahlen? Eine Reportage aus der Welt von Dumpinglöhnen, Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden.

Film von Christoph Lütgert


Filed under: Prekarisierung, video Tagged: Handel, kik
Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

July 03 2010

08:27

Unbezahlte Praktika im öffentlichen Dienst

Auf mokant.at findet sich ein interessanter Beitrag zu unbezahlten Praktika, auch im öffentlichen Dienst: Service oder Ausbeutung?

Vor dem Deckmantel einer Ausbildung beschäftigen Unternehmen vielfach schlecht bezahlte Praktikanten als Ersatz für Vollzeitarbeitskräfte.

So argumentiert auch das Aussenministerium.


Filed under: Praktikum, Prekarisierung Tagged: Aussenministerium, öffentlicher Dienst, Praktikum
08:27

Unbezahlte Praktika im öffentlichen Dienst

Auf mokant.at findet sich ein interessanter Beitrag zu unbezahlten Praktika, auch im öffentlichen Dienst: Service oder Ausbeutung?

Vor dem Deckmantel einer Ausbildung beschäftigen Unternehmen vielfach schlecht bezahlte Praktikanten als Ersatz für Vollzeitarbeitskräfte.

So argumentiert auch das Aussenministerium.


Filed under: Praktikum, Prekarisierung Tagged: Aussenministerium, öffentlicher Dienst, Praktikum

June 25 2010

13:31

29.6.: Kundgebung für eine Sozialmilliarde

Wie auch hier schon öfter zu lesen war: prekär sind nicht nur ‘atypische’ Beschäftigungsverhältnisse, sondern mitunter auch ganz ‘normale’ – etwa in der sozialen Arbeit. Und mit ihnen werden auch die Lebensverhältnisse ihrer KlientInnen immer prekärer …

Daher rufen BetriebsrätInnen aus dem Sozialbereich zur Kundgebung auf:

Für eine Sozialmilliarde

Gegen Budgetkürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich

Dienstag, 29. Juni 2010, 9.30 Uhr

vor dem Bundeskanzleramt, Ballhausplatz, 1010 Wien

Details

Weitersagen, hinkommen und gemeinsam ein Zeichen setzen!

Mehr Informationen und Kommentare, sowie einen Bericht über die bereits stattgefundene Kundgebung der Beschäftigten bei NEUSTART (Bewährungshilfe), findet ihr am Sozialmilliarde-Blog.


Filed under: Aktionstag, fair statt prekär, Prekarisierung, Veranstaltung, working poor Tagged: ögb, Gewerkschaft, gpa-djp, Pflege, Soziale Arbeit, working poor
13:31

29.6.: Kundgebung für eine Sozialmilliarde

Wie auch hier schon öfter zu lesen war: prekär sind nicht nur ‘atypische’ Beschäftigungsverhältnisse, sondern mitunter auch ganz ‘normale’ – etwa in der sozialen Arbeit. Und mit ihnen werden auch die Lebensverhältnisse ihrer KlientInnen immer prekärer …

Daher rufen BetriebsrätInnen aus dem Sozialbereich zur Kundgebung auf:

Für eine Sozialmilliarde

Gegen Budgetkürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich

Dienstag, 29. Juni 2010, 9.30 Uhr

vor dem Bundeskanzleramt, Ballhausplatz, 1010 Wien

Details

Weitersagen, hinkommen und gemeinsam ein Zeichen setzen!

Mehr Informationen und Kommentare, sowie einen Bericht über die bereits stattgefundene Kundgebung der Beschäftigten bei NEUSTART (Bewährungshilfe), findet ihr am Sozialmilliarde-Blog.


Eingetragen unter:Aktionstag, fair statt prekär, Prekarisierung, Veranstaltung, working poor Tagged: ögb, Gewerkschaft, gpa-djp, Pflege, Soziale Arbeit, working poor

June 04 2010

09:06

Prekarität, sexuelle Dienstleistung, Lohn ohne Zettel

In der neuesten migrazine, einem mehrsprachigen Online-Magazin von Migrantinnen für alle, herausgegeben von der autonomen Migrantinnen-Selbstorganisation maiz in Linz, finden sich mehrere interessante Beiträge.

Luzenir Caixeta schreibt über Prekarität und die bezahlte sexuelle Dienstleistung:

Die Rolle und Anzahl von Migrantinnen im prekarisierten Bereich nehmen rasant zu. Bestehende Arbeitsverhältnisse sind dabei überwiegend im Kontinuum „Sex – Fürsorge – Pflegearbeit“ angesiedelt. Die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen ist ein Produkt sowohl diskursiver als auch rechtlicher und wirtschaftlicher Faktoren. De-Industrialisierung, immaterielle Produktion, Feminisierung der Arbeit, transnationale Migration und die Mobilität von Kapitalinvestitionen spielen in den Produktionsprozessen in den postfordistischen Gesellschaften eine prägende Rolle. Die neoliberale Umgestaltung dieser Prozesse, die unter den Stichwörtern Flexibilisierung, Deregulierung usw. die gesellschaftspolitischen Debatten beherrschen, brachte eine Vielfalt prekärer Arbeits- und Lebensbedingungen mit sich.

Katharina Ludwig berichtet über Lohn ohne Zettel:

Undokumentierte Arbeit von MigrantInnen dokumentieren und deren Rechte einfordern – die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat sich für illegalisierte Arbeitende geöffnet.

… und noch viel mehr unter http://www.migrazine.at/


Filed under: Prekarisierung, Stigmatisierung Tagged: Migrantinnen, sexarbeit, sexuelle Dienstleitung, Undokumentiertes Arbeiten
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.
(PRO)
No Soup for you

Don't be the product, buy the product!

close
YES, I want to SOUP ●UP for ...