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Unabhängig davon, dass die Wochen-Arbeitszeit aller Beschäftigten etwas zurückgegangen sein mag, bleibt es dabei, dass – wenn man Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten getrennt betrachtet – eben die Arbeitszeit nur umverteilt worden ist (Siehe die Zeitreihe ab 1991 zum Download.)

Und die Umverteilung der Arbeitszeit erfolgte folgendermaßen: Junge Menschen, Frauen und einmal arbeitslos gewordene Männer bekamen prekäre Jobs, die älteren Beschäftigten in den exportierenden Wirtschaftssektoren konnten ihre Normaljobs einigermaßen halten und zusätzliche Arbeit ging an Zeitarbeiter, Teilzeitarbeiter oder inzwischen sogar Werkverträgler.

Und darüber hinaus arbeitet jeder Fünfte für einen Lohn an der Armutsgrenze.

Die Begeisterung über die „Flexible Arbeitswelten“ ist offenbar ziemlich einseitig auf der Arbeitgeberseite und ihrer wissenschaftlichen Mietmäuler wie Bertelsmann und IZA anzutreffen. Es ist auch keineswegs so, dass die so hoch gelobte „Flexibilität“ etwa auf Freiwilligkeit der Arbeitnehmer beruhen würde:

6,7 Millionen Menschen wollen (mehr) Arbeit und 3,3 Millionen Erwerbstätige betrachten sich als (unfreiwillig) unterbeschäftigt, davon sogar 1,5 Millionen, die in Vollzeit arbeiten. Das meldete jedenfalls das Statistische Bundesamt im Herbst letzten Jahres.

Die Manipulation des Monats: Atypische Beschäftigung drängt normale Arbeitsverhältnisse nicht zurück? | NachDenkSeiten – Die kritische Website
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